Entwicklung eines Reifegradmodells zur Bewertung des Digitalisierungsgrades von Geschäftsprozessen

Autor/innen

  • Birgit Große-Schwiep
  • Frank Bensberg
  • Heike Schinnenburg

Abstract

Durch die anhaltende Diffusion des Internet als Basis für ökonomische Aktivitäten intensiviert sich der Wettbewerb. Infolgedessen suchen Unternehmen verstärkt nach Möglichkeiten zur Optimierung ihrer Geschäftsprozesse. Mit dem vorliegenden Beitrag wird ein Reifegradmodell entwickelt, das Unternehmen bei der systematischen Bewertung des Digitalisierungsgrades ihrer Geschäftsprozesse unterstützt. Ziel ist es, Unternehmen die Istanalyse ihrer Geschäftsprozesse zu ermöglichen, sodass deren digitale Reife ermittelt werden kann. Grundlage für die Entwicklung bildet eine systematische Literaturanalyse zur Identifikation bestehender Reifegradmodelle im Kontext der Forschungsfelder Digitalisierung, Industrie 4.0 und insbesondere Prozessdigitalisierung. Dadurch werden insgesamt 22 Reifegradmodelleermittelt und inhaltlich sowie methodisch untersucht. Die Analyse zeigt, dass keines der Reifegradmodellen den Gegenstandsbereich der Geschäftsprozesse abdeckt und zugleich die zustellenden methodischen Anforderungen erfüllt. Hierauf aufbauend wird ein neues Reifegradmodell konzipiert und in einem unternehmensbezogenen Anwendungskontext evaluiert. Das konzipierte Reifegradmodell besteht aus drei Dimensionen: IT-Systeme, Daten und Strategie. Diese drei Dimensionen sind wiederum in insgesamt neun Subdimensionen untergliedert. In jeder Subdimension sind drei Reifegradindikatoren zur Beurteilung der digitalen Reife der Geschäftsprozesse verankert. Durch die Bewertung sämtlicher Reifegradindikatoren wird anschließend eine von fünf möglichen Reifegradstufen ermittelt. Zur vereinfachten Durchführung der Bewertung der digitalen Reife von Geschäftsprozessen wird ein Excel-basiertes Bewertungssystem entwickelt, das von Unternehmen zur Prozessdiagnose genutzt werden kann.

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Veröffentlicht

2020-08-22

Ausgabe

Rubrik

Grundlagen